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Präzisions-Pech und Müllzangen: Eine Rettungsaktion in der Tokio-Metro

Im letzten Beitrag unserer neuen Rubrik „ Reise-Realität “ habe ich noch darüber geschrieben, wie schnell eine gut gemeinte Geste in ganz viel Wut ausarten kann. Im zweiten Beitrag berichte ich über eine bedeutend leisere Geschichte. Dieses Mal geht es um ein Erlebnis, das uns mit überraschender Präzision, Verständnis ohne gesprochene Worte und ganz viel Respekt begleitet hat. Es war unser zweiter Tag in Japan. Der Jetlag saß noch in den Knochen, die Navigation durch das umfangreiche Metro -System in Tokio war noch nicht ganz durchdrungen und die Eindrücke waren alle noch sehr neu. Wir waren auf dem Weg zum Gotoku-Ji Tempel am Rand der Stadt. Und so nahmen wir eine Metro-Verbindung. Da man beim Ein- und Aussteigen die Suica-Karte vorhalten muss, hielt meine Frau ihr Portemonnaie griffbereit am Handgelenk. Da baumelte das Ding, sicher an der Handgelenkschlaufe. So dachten wir jedenfalls. Denn genau in dem Moment, als wir den Zug verlassen wollten, entschied sich die Halterung: „ Je...
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Erdbeereis-Eskalation am heiligen Tempel

Unsere Reiseberichte sollen vor allem eines zeigen: Reisen mit Kind ist absolut gar kein Problem. Es macht Spaß. Entschleunigt. Lässt auch Mama und Papa mit anderen Augen die Welt erblicken. Aber dennoch gibt es natürlich auch auf Reisen diese Momente, in denen alles ein bisschen zu viel wird. Momente, in denen die Emotionen zu viel werden, plötzliche Krankheiten simple Transfers anstrengender gestalten als gedacht oder gut gemeinte Gesten zur Katastrophe werden . Genau diesen Momenten möchte ich diese neue Kategorie auf dem Blog widmen. Unter „ Reise-Realität “ zeigen wir euch genau diese Momente, vor denen sich Eltern auf Reisen fürchten . Nicht, um euch Angst zu machen. Ganz im Gegenteil, trotz Wutanfall, Durchfall und Co. ist das Reisen mit Kind machbar. Und manchmal ist der Auslöser für das größte Drama nichts Geringeres als ein kühles Erdbeereis. Wenn das Eis nicht macht, was es soll Also fangen wir mit einer solchen kurzen Geschichte an. Es passierte an einem der wohl schönste...

Havanna mit Kind – Alltag, Familie und Kuba durch Kinderaugen

  Nach einer Woche Strand und „Kuba light“ in Varadero ging es für uns in den zweiten Teil unserer Reise nach Havanna . Über unseren entspannten Start am Strand haben wir bereits im ersten Teil dieser Reise berichtet. Jetzt sollte also das folgen, was für mich persönlich immer der eigentliche Kern von Kuba war: A lltag, Familie und das Leben abseits der Hotelanlagen . Meine Eltern haben in Havanna eine Wohnung gekauft, und genau dort wollten wir eine Woche gemeinsam verbringen. Für uns war das eine ganz andere Art von Kuba-Erlebnis. Weniger Hotel, mehr echtes Leben. Mein Vater hat uns mit dem Mietwagen am Hotel abgeholt, und wir sind gemeinsam nach Havanna gefahren. Für unseren Sohn war das natürlich ein kleines Highlight. Den Opa plötzlich auf der anderen Seite der Welt zu treffen, war für ihn etwas ganz Besonderes. Wohnen mitten im echten Havanna Die Wohnung meiner Eltern liegt nicht im touristischen Zentrum , sondern mitten im normalen Leben der Stadt. Genau das macht den Auf...

Kuba mit Kind – unser sanfter Einstieg in Varadero

Diese Reise nach Kuba war für mich eine ganz besondere. Ich bin Halb-Kubaner, mein Vater stammt von dort, und als Baby habe ich sogar eine Zeit lang auf der Insel gelebt, auch wenn ich daran natürlich keine eigenen Erinnerungen mehr habe. Umso lebendiger sind die Erinnerungen aus meiner Kindheit : an Besuche bei meiner Oma, an meine Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen, an staubige Wege durch die kubanische Pampa und an viele kleine Abenteuer, die sich tief eingeprägt haben. Früher waren wir mindestens alle zwei Jahre dort, um die Familie zu besuchen. Kuba war immer ein fester Teil meines Lebens. Auch wenn die Familie vor Ort durch Auswanderung und traurige Abschiede (meine Oma lebt inzwischen leider nicht mehr) kleiner geworden ist, ist meine Verbundenheit zum Land bis heute sehr stark. Zum vorletzten Mal waren wir 2018 dort, in unseren Flitterwochen. Danach wurde es erst einmal schwierig. Kuba ist kein ganz einfaches Reiseziel , vor allem nicht mit einem kleinen Kind. Deshalb habe...

Teneriffa mit Baby – eine Woche Sonne im November

Ende November 2021 sind wir für 10 Tage nach Teneriffa geflogen. Unser Sohn war damals knapp ein Jahr alt. Es war einer unserer ersten „größeren“ Urlaube mit Baby. Während es zu Hause grau und kühl wurde, hatten wir dort milde Temperaturen und viel Sonne. Warm genug für draußen, aber nicht mehr für ausgedehnte Badetage im Meer. Rückblickend war es genau der richtige Zeitpunkt für diese Reise. Unsere Unterkunft – viel Platz und erstaunlich gutes Essen Gebucht hatten wir das Bahia Principe Fantasia Tenerife: ein Hotel, das man schon von weitem erkennt. Allein wegen des Schlosses mitten in der Poolanlage. Ein klassisches Strandhotel ist es nicht. Einen direkten Strandzugang gibt es nicht. Für uns war das zu dieser Jahreszeit aber kein echtes Problem. Ende November war es ohnehin eher „Pool anschauen“ als „stundenlang im Wasser liegen“. Wir hatten eine Family Suite : groß, modern, durchdacht eingerichtet. Gerade mit Baby war der Platz ein echter Vorteil. Es war genug Raum für das Reise...

Mallorca mit Kind – Wind, Sand und entschleunigte Tage im Frühling

Mallorca Ende März 2022 war kein Urlaub, von dem man mit spektakulären Fotos zurückkommt. Es war keiner dieser Trips mit Sonnenbrand, Pooltagen und langen Abenden draußen. Unser Sohn war damals anderthalb Jahre alt . Wir waren mit einer befreundeten Familie unterwegs, deren Sohn fast gleich alt war. Zwei Kleinkinder, sehr viele Snacks und fünf Tage Zeit. Unsere Unterkunft: Raum für Alltag, Spiel und ganz viel Sand Wir haben fünf Nächte im Seaclub Alcudia verbracht, in einem Apartment mit Halbpension . In der Vorsaison war es sehr ruhig. Die Pools noch geschlossen, keine Animation, kein Trubel. Das Buffet etwas kleiner als im Hochsommer, aber völlig ausreichend. Das Apartment war genau das, was wir in dieser Phase gebraucht haben. Genug Platz, damit man sich nicht ständig im Weg steht. Ein separater Schlafbereich. Und vor allem eine kleine Küche . Mit 1,5 Jahren dreht sich vieles ums Essen. Was isst er? Wann isst er? Isst er überhaupt? Es war einfach beruhigend, zwischendurch selbst...

Sibiu mit Baby – wenn aus einer Dienstreise plötzlich Familienzeit wird

Manche Reisen entstehen aus purem Fernweh, andere aus beruflichen Terminen. Und manchmal ergibt sich genau daraus etwas ganz Besonderes. Unsere Reise nach Sibiu (Hermannstadt) in Rumänien war genau so ein Fall. Eigentlich solte es eine Dienstreise für eine Inbetriebnahme und Kundentrainings werden. Aber weil meine Frau noch in Elternzeit war und unser Sohn gerade einmal knapp ein halbes Jahr alt, konnten sie einfach mitkommen. Eine Entscheidung, die sich im Nachhinein absolut richtig angefühlt hat. Arbeit trifft Elternzeit – überraschend unkompliziert Ich war bereits zuvor beruflich in Sibiu gewesen, dieses Mal war aber vieles anders. Dass meine Familie mitkommt, war für meinen Arbeitgeber völlig unkompliziert. Ein großer Vorteil: Flüge, Mietwagen und Hotelzimmer wurden für mich übernommen. Wir mussten lediglich das Flugticket für meine Frau selbst zahlen. Auch vor Ort war es entspannt: Das Essen in Sibiu ist sehr günstig, sodass vieles problemlos über die Spesen abgedeckt werden ...