Im letzten Beitrag unserer neuen Rubrik „ Reise-Realität “ habe ich noch darüber geschrieben, wie schnell eine gut gemeinte Geste in ganz viel Wut ausarten kann. Im zweiten Beitrag berichte ich über eine bedeutend leisere Geschichte. Dieses Mal geht es um ein Erlebnis, das uns mit überraschender Präzision, Verständnis ohne gesprochene Worte und ganz viel Respekt begleitet hat. Es war unser zweiter Tag in Japan. Der Jetlag saß noch in den Knochen, die Navigation durch das umfangreiche Metro -System in Tokio war noch nicht ganz durchdrungen und die Eindrücke waren alle noch sehr neu. Wir waren auf dem Weg zum Gotoku-Ji Tempel am Rand der Stadt. Und so nahmen wir eine Metro-Verbindung. Da man beim Ein- und Aussteigen die Suica-Karte vorhalten muss, hielt meine Frau ihr Portemonnaie griffbereit am Handgelenk. Da baumelte das Ding, sicher an der Handgelenkschlaufe. So dachten wir jedenfalls. Denn genau in dem Moment, als wir den Zug verlassen wollten, entschied sich die Halterung: „ Je...
Unsere Reiseberichte sollen vor allem eines zeigen: Reisen mit Kind ist absolut gar kein Problem. Es macht Spaß. Entschleunigt. Lässt auch Mama und Papa mit anderen Augen die Welt erblicken. Aber dennoch gibt es natürlich auch auf Reisen diese Momente, in denen alles ein bisschen zu viel wird. Momente, in denen die Emotionen zu viel werden, plötzliche Krankheiten simple Transfers anstrengender gestalten als gedacht oder gut gemeinte Gesten zur Katastrophe werden . Genau diesen Momenten möchte ich diese neue Kategorie auf dem Blog widmen. Unter „ Reise-Realität “ zeigen wir euch genau diese Momente, vor denen sich Eltern auf Reisen fürchten . Nicht, um euch Angst zu machen. Ganz im Gegenteil, trotz Wutanfall, Durchfall und Co. ist das Reisen mit Kind machbar. Und manchmal ist der Auslöser für das größte Drama nichts Geringeres als ein kühles Erdbeereis. Wenn das Eis nicht macht, was es soll Also fangen wir mit einer solchen kurzen Geschichte an. Es passierte an einem der wohl schönste...