Wenn ihr das hier lest, sind wir gerade am ersten Ziel unserer nächsten großen Reise angekommen. Willkommen in Singapur, unserem ersten kurzen Zwischenstopp auf dem Weg nach Indonesien! Vier Wochen voller Abenteuer, Erholung und vielen neuen Eindrücken warten auf uns.
Und was darf bei einer solchen Reise nicht fehlen? Natürlich gut gepackte Koffer und Rucksäcke. Genau darum soll es in diesem Beitrag gehen: Unsere ganz persönliche Packliste für vier Wochen Abenteuer im Inselparadies mit Kind.
Gepäck-Strategie: Wie viel nehmen wir eigentlich mit?
Wir sind mittlerweile routiniert genug und so gut ausgestattet, dass die erste Frage nicht unbedingt „Was?“, sondern „Wie viel?“ lautet. In den kommenden vier Wochen sind insgesamt fünf Unterkünfte und einige Flüge geplant. Da will man natürlich nicht mit dutzenden Koffern und Wäschebergen verreisen. Auf der anderen Seite waren wir nie die Backpacker-Typen, die mit übergroßen Rucksäcken unterwegs sind.
Und unser Sohn wird älter und größer, auch sein Platzbedarf nimmt zu. Daher haben wir uns dazu entschieden, mit je drei Koffern und drei Rucksäcken zu verreisen, also einer für jeden. Der Koffer unseres Sohnes ist dabei „nur“ ein kleiner Handgepäckskoffer. Aber schon diese Größe gibt uns genug Platz und außerdem ist es für unseren Sohn mittlerweile ein echtes Highlight, dass er seinen ganz eigenen Koffer packen und mitnehmen darf. Auch reisen wir lieber mit drei nicht so schweren Koffern als mit einem einzigen riesigen, prall gefüllten Gepäckstück, das dann niemand mehr heben kann.
Bei den Rucksäcken gibt es ebenfalls eine klassische Aufteilung. Ich setze hier auf meinen Wandrd Prvke mit eingesetztem Kamera-Cube. Der Rucksack bietet mit seinem Rolltop erstaunlich viel Stauraum, schreit nicht aus der Ferne: „Hier steckt ganz viel teure Technik drin!“ und sitzt super bequem auf dem Rücken. Er begleitet mich nun schon einige Jahre rund um die Welt und jeden einzelnen Tag im Alltag zur Arbeit. Ich kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen.
Meine Frau nutzt einen schlanken Tagesrucksack, dessen Marke ich gar nicht kenne. Darin befindet sich der klare Alltagsbedarf: Snacks, Trinken und Wechselsachen. Unser Sohn darf seinen ergobag, den er auch im Kindergarten nutzt, dieses Jahr selbstständig mit Spielzeug für unterwegs füllen. In einem früheren Beitrag haben wir ja schon Tipps für kleine Spiele für unterwegs gesammelt. Den findet ihr HIER.
Im Koffer wartet außerdem noch ein kleiner Sling Bag der Marke Tomtoc. So bequem der Wandrd auch sein mag, für manche Momente ist er einfach zu groß. Wenn man einfach nur mal fix durch den Ort schlendern möchte und die große Kamera im Hotelzimmer bleibt, greife ich lieber zum kompakten Sling. Darin lassen sich alle Essentials problemlos verstauen und es ist wesentlich bequemer als der große Rucksack.
Kleidung, Strand & Reiseapotheke: Weniger ist mehr
Was steckt nun eigentlich in den Taschen drin? Was die Wäsche betrifft, so haben wir auf vergangenen Reisen gelernt, dass weniger oft mehr ist. Wäschewaschen kann man vor Ort problemlos und gerade in Asien oft sehr günstig. Deswegen packen wir für eine vierwöchige Reise Kleidung für gerade mal eine Woche ein. Für unseren Sohn gibt es einen kleinen Puffer, weil dann doch mal etwas danebengehen kann und man lieber noch ein bis zwei Ersatzteile dabeihat. Das Wetter in Indonesien wird durchgehend warm, Jacken oder dicke Pullover lassen wir gleich zu Hause. Kurze Hosen, T-Shirts, Badehosen, Unterwäsche, Flip-Flops, fertig! Das hält die Koffer leicht und übersichtlich.
Ganz wichtig: Denkt an eine Kopfbedeckung! Gerade in der Sonne ist es wichtig, vor allem bei den Kindern, etwas auf dem Kopf zu tragen und sich vor der UV-Strahlung zu schützen.
Daneben bleibt dann noch genug Platz für unsere Schnorchelmasken von Decathlon, ein wenig Wasser- und Strandspielzeug und natürlich die Waschtasche. Wobei wir auch bei Kosmetik-Artikeln mittlerweile gerne reduzieren. Die Hotels bieten mittlerweile alle sehr gute Shampoos und Lotions, sodass man da gar nichts selbst mitbringen muss. Deodorant und vor allem Sonnencremes packen wir aber gerne etwas mehr ein. Die Preise dafür sind im Ausland oft deutlich höher als bei uns im Drogeriemarkt, da schadet ein gewisser Vorrat nicht.
Gleiches gilt für die Reiseapotheke. Hier setzen wir auf die Klassiker: Mittelchen gegen Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall und ein paar Pflaster müssen einfach mit. Bei Mückenschutz sind wir mittlerweile zurückhaltender. Oft helfen die Mittelchen, die man hier bei uns bekommt, in den Tropen nicht besonders gut und wir haben die Erfahrung gemacht, dass man unter den Sprays stark schwitzt. Sollte es doch zu nervig werden, schauen wir uns lieber vor Ort um.
Bei akuten Stichen hilft uns aber immer ein Heat It-Anhänger. Dieser wird einfach per USB-C in das Smartphone gesteckt, erhitzt und dann für einige Sekunden auf den Stich gehalten. Das mindert quasi sofort den Juckreiz und hat sich bei uns echt bewährt.
Das mobile Studio: Unsere Technik auf Reisen
Und mit diesem ersten Gadget kommen wir zur restlichen Technik, die uns auf Reisen begleitet. Schon bei den Kameras hat sich ein ordentlicher Mix ergeben. Für die großen Kulissen und Bilder begleitet uns eine Sony A7 II Vollformat-Kamera mit entsprechenden Objektiven. Ich setze hier auf eine Weitwinkel- und eine Zoom-Linse. Damit sind alle Brennweiten gut abgedeckt und man ist nicht dauernd am Wechseln.
Warum eigentlich die große Kamera? Ja, sie ist schwer, nimmt im Rucksack viel Platz weg und kann durchaus stören. Aber alleine das Gefühl einer „echten“ Kamera in der Hand ist unschlagbar und der Vollformat-Look spricht am Ende einfach für sich. Für die schnellen Schnappschüsse zwischendurch halten natürlich trotzdem die Smartphones her. In meinem Fall das iPhone 15 Pro und bei meiner Frau das Pixel 7a. Ganz ehrlich? Das Pixel ist gerade bei Schnappschüssen unschlagbar. Dafür ist das iPhone unsere Video-Allzweckwaffe.
Zwei weitere Kameras begleiten uns noch: Die Kinderkamera unseres Sohnes (mehr dazu) und eine Osmo Action 4 für Aufnahmen am und unter Wasser. Im Schrank zu Hause liegt zwar noch eine Drohne, aber die begleitet uns ehrlich gesagt schon lange nicht mehr. Etwas mehr Platz wollten wir dann doch sparen und die komplizierten Regelungen vor Ort haben für uns den Einsatz zu anstrengend gemacht.
All diese Fotos müssen natürlich auch irgendwie verarbeitet und gesichtet werden. Dafür habe ich mein 13 Zoll M5 MacBook Air im Rucksack. Das ist so schön schlank und leicht, dass man es kaum merkt, bietet unterwegs aber mehr als genug Leistung, um mal fix eine Bildbearbeitung oder einen Videoschnitt zu machen. Gerade abends im Hotel ist das sehr angenehm.
Für die Unterhaltung abends im Hotel und im Flugzeug begleiten uns ein Steam Deck für die schnellen Gaming-Sessions, ein Fire Kids Pro Tablet (10 Zoll) mit einigen geladenen Filmen und kleinen Spiele- und Lern-Apps für den Sohn, sowie zwei eBook-Reader. Meine Frau nutzt einen handlichen und wunderschönen Tolino Vision Color. Ich setze auf den Kindle Scribe. (Hier ein Erfahrungsbericht) Der Scribe ist zwar nicht gerade kompakt und mir zum reinen Lesen auch ein wenig zu groß, aber als digitales Notizbuch funktioniert er richtig gut. Ich schreibe immer gerne ein kleines Reisetagebuch und dafür eignet sich der Scribe bestens. Natürlich könnte ich das auch einfach auf dem MacBook tippen, aber sich einfach an den Pool zu setzen und handschriftlich loszuschreiben, ist einfach besser, auch weil das eInk-Display in der Sonne unschlagbar ist. Das iPad bleibt dieses Mal tatsächlich zu Hause.
Zu guter Letzt sind für uns auch Kopfhörer auf Reisen extrem wichtig. Flüge und Transfers lassen sich mit Noise-Cancelling-Kopfhörern viel angenehmer gestalten. Ich selbst setze da seit Jahren auf meine Bose QC45: Auch auf langen Flügen und mit Brille sind sie super bequem, haben einen guten Sound und richtig gutes Noise-Cancelling. Im Rucksack kullern sowieso noch die AirPods Pro herum. Gerade wenn es wärmer wird und man es etwas dezenter möchte, sind die einfach unschlagbar und nehmen im Gepäck so gut wie keinen Platz weg. Meine Frau nutzt hier lieber On-Ear-Kopfhörer der Marke Teufel (SUPREME ON), Over-Ears mag sie nicht so gerne. Und für unseren Sohn haben wir schon vor Jahren die Kopfhörer von Tonies gekauft. Die sind speziell für Kinder gestaltet, haben also die perfekte Größe und werden vor allem nicht schädlich laut.
Um die Technik zu laden, setzen wir seit Jahren auf ein Universal-Netzteil von Anker, das mit seinen insgesamt vier Anschlüssen genug Geräte gleichzeitig und mit ordentlich Leistung versorgen kann. Außerdem liegt im Koffer ein TESSAN Reiseadapter mit eingebautem Netzteil, um die unterschiedlichen Steckdosen abzudecken. Alle Kabel und Adapter reisen in einem Kabel-Organizer von Ugreen. Damit verhindern wir Kabelsalat im Koffer und haben alles mit einem Griff zur Hand.
Dieses Jahr haben wir übrigens alle Koffer und Rucksäcke mit AirTags ausgestattet. Ob sich das am Ende wirklich lohnt, werden wir sehen. Bisher hatten wir zum Glück nie Probleme mit verloren gegangenem Gepäck.
Fazit: Unsere Packliste im Schnelldurchlauf
Auch wenn dieser Text schon etwas länger ausgefallen ist: So viel und kompliziert ist es am Ende gar nicht, für eine große Reise zu packen. Vor allem, wenn man mit etwas Erfahrung schon erkannt hat, was man auf Reisen unbedingt braucht, klappt das Einpacken irgendwann sehr schnell und routiniert. Da ist bei uns mittlerweile eher das „Reduzieren und Weglassen“ die wichtigste Aufgabe – die, wie man an der Technikliste unschwer erkennt, nicht immer ganz perfekt erfüllt werden kann.
Weil hier viel Information im Text versteckt ist, findet ihr hier alles noch einmal stichpunktartig zusammengefasst:
- Gepäck & Organisation
- 3 Koffer, 3 Rucksäcke (Sohn reist mit eigenem Handgepäckskoffer)
- Rucksäcke: Wandrd Prvke mit Kamera-Cube, Kindergartentasche (ergobag), Tomtoc Sling als Backup vor Ort
- AirTags zur Absicherung
- Kleidung & Strand
- Kleidung für genau eine Woche (Sohn mit 2–3 Tagen Puffer)
- WICHTIG: Sonnenschutz und Kopfbedeckung
- Schnorchelmasken und kompaktes Strandspielzeug
- Reiseapotheke & Drogerie
- Deos und ausreichend Sonnencreme (vor Ort oft teurer)
- Basis-Medikamente gegen Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Pflaster
- Heat It Mückenstichheiler
- Kameras & Medien
- Sony A7 II + 2 Objektive (Weitwinkel, Zoom)
- Smartphones (iPhone 15 Pro, Pixel 7a)
- Osmo Action 4 (Unterwasser) & Kinderkamera
- Unterhaltung & Technik
- 13" M5 MacBook Air
- Fire Kids Pro Tablet (10 Zoll)
- Steam Deck (Papa braucht auch Spielzeug)
- eReader (Tolino Vision Color, Kindle Scribe)
- Kopfhörer (Bose QC45, AirPods Pro, Tonies-Lauscher, Teufel SUPREME ON)
- Anker Universal-Netzteil, TESSAN Reiseadapter & Ugreen Kabel-Organizer
- Spielzeug für unterwegs
- Faltbarer Eimer und 1–2 kleine Schaufeln
- Kartenspiele
- Malbuch, Rätselheft und Stifte
- Das unverzichtbare Lieblings-Kuscheltier
Ab in den Flieger!
Und damit schließt sich das Handgepäck. Für uns heißt es ab jetzt: Laptop zu, Urlaubsmodus an! Wir verabschieden uns hiermit offiziell in eine kleine, vierwöchige Content-Pause, um das Inselparadies mit jeder Faser aufzusaugen und unserem Sohn all die Ecken zu zeigen, auf die wir uns schon so lange freuen.
Wir freuen uns auch jetzt schon riesig darauf, nach unserer Rückkehr all die ungefilterten Eindrücke, spektakulären Fotos und ehrlichen Reiseberichte hier auf dem Blog mit euch zu teilen.
Schreibt uns in der Zwischenzeit gerne in die Kommentare: Was darf auf euren Reisen absolut nicht fehlen? Seid ihr Team „Minimalismus“ oder schleppt ihr (wie ich) am Ende doch das halbe Technik-Studio mit?
Falls ihr die Reise nachverfolgen wollt, schaut doch gerne auf Instagram vorbei! Highlights werden wir dort tagesaktuell in den Stories präsentieren.
Bis in vier Wochen!
Alex & Familie






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