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Flores & Komodo mit Kind – Der Moment, in dem wir uns in Indonesien verliebten


Unser Indonesien-Abenteuer hat auf Bali schon fantastisch begonnen (hier mehr dazu) und auch die zweite Insel unserer Reise konnte uns regelrecht verzaubern. Schon bei der Planung unserer Reise war klar, wir wollen den Komodo-Nationalpark besuchen. Doch wie? Mit einer kleinen Kreuzfahrt oder doch lieber ein Hotel und Tagesausflüge? Die Wahl fiel am Ende auf ein Hotel auf der Insel Flores. Und wir hätten es nicht besser treffen können.

Unterkunft: AYANA Waecicu Beach Resort

Nur ein paar Minuten vom Flughafen Labuan Bajo entfernt erwartete uns das luxuriöseste Hotel unserer gesamten Reise. Schon beim Ankommen war vergessen, dass unser Flug von Bali nach Flores mit über einer Stunde Verspätung gestartet war. Die geräumige Lobby war schon beeindruckend und einladend und das Personal extrem freundlich. Das eigentliche Highlight war aber die Aussicht. Zwar kannten wir schon die Fotos vom Hotel, das an einer Klippe gelegen über dem Meer sitzt. Ein ungestörter Blick auf die Wellen und die Felsen an der Küste, der lange Steg, der mitten ins Wasser führt und eine wunderschöne Pool-Landschaft. Selbst die vielen schönen Fotos werden dem echten Anblick aber nicht gerecht. Einfach wunderschön!


Auch das Zimmer konnte hier problemlos mithalten. Hell, geräumig, super komfortabel und mit allem, was man braucht ausgestattet. Sogar eine japanische Toilette wartete auf uns. Das Zimmer-Personal hinterließ kleine handschriftliche Botschaften und hat immer wieder die von unserem Sohn geliebten Tiere aus Handtüchern gebastelt.


Wir hatten hier insgesamt fünf Nächte mit Halbpension gebucht und auch in den Restaurants setzte sich dieser Luxus und ungemein gute Service fort. Überall im Hotel merkten wir, wie das AYANA extremen Wert auf Service, Komfort und Luxus legte. Personal, das schon am zweiten Tag die Vorlieben und Namen der Gäste kannte, immer ein Lächeln und kleine Späße mit den Kindern. Wir waren begeistert.


Dabei will ich aber auch zugeben, dass wir uns am ersten Tag als Familie mit Kind etwas fehl am Platz vorkamen. Es sah alles nach perfektem Influencer-Luxus-Resort aus. Das traf sogar auf die weiteren Gäste zu, die das Gefühl eines Hochglanz-Prospekts zum Teil vervollständigten. Doch als nach der ersten Nacht auch andere Familien am Pool auftauchten und unser Sohn nicht als einziger Wildfang seine Bahnen durch das Wasser zog, war dieses Gefühl verschwunden. Das AYANA hat uns einen wahren Luxus-Aufenthalt beschert, den wir so schnell nicht vergessen werden.

Unterwasserwelten und Familien-Zeit

Das AYANA besitzt außerdem ein kleines Hausriff direkt vor dem Hotel, das über den langen Steg sehr einfach zu erreichen ist. Über eine kleine Holztreppe geht es von dort aus direkt hinein ins Meer. Für Kinder und Erwachsene gibt es Schwimmwesten zum Ausleihen. Schnorchelmasken hatten wir selbst im Gepäck.


Direkt am Steg ist das Wasser recht tief und es gibt nur vereinzelte kleine Fische zu sehen. Man muss ein paar Meter weiter rausschwimmen, um zu den Korallen und mehr Meeresbewohnern zu gelangen. Für diesen Weg hing mein Sohn meistens an meinem Rücken und ließ sich bequem ziehen. Bei den Korallen angekommen, konnte er dank der Schwimmweste dann selbstständig nach Fischen Ausschau halten. Im Vergleich zu anderen Spots war die Sicht direkt am Hotel allerdings nicht ganz so brillant, da der rege Bootsverkehr an der Küste das Wasser etwas aufwirbelt.

Vom Hotel gab es zudem einen Gutschein für ein Kanu. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen! Eine Stunde lang paddelten wir durch die Bucht und konnten im flachen Wasser riesige Seesterne und wunderschöne Korallen bewundern. Auch ohne gigantische Fischschwärme war der Kanu-Ausflug ein riesiger Spaß für uns drei.


Ansonsten verbrachten wir als Familie einfach viel Zeit an den großzügigen Pools oder im gut ausgestatteten Kids Club und haben das gemeinsame Nichtstun in der Sonne in vollen Zügen genossen.

Unglaubliche Aussichten und gemütliche Drachen

DAS Highlight auf Flores war aber definitiv unser Ausflug in den Komodo-Nationalpark. Auch das AYANA bot entsprechende Touren an, wir haben jedoch einen bedeutend preiswerteren Trip über GetYourGuide gebucht und als Familie tatsächlich einige hundert Euro gespart. Auch hier machte sich der „Luxus“-Ansatz des Hotels bei den Preisen bemerkbar.

Wir wurden (sehr) früh morgens bequem am Hotel abgeholt und sind anschließend mit einem Schnellboot vom Hafen in Labuan Bajo in den Nationalpark gestartet. Das Boot war mit ungefähr 30 Besuchern bis auf den letzten Platz besetzt, aber die Sitze waren bequem und bei den einzelnen Stopps war die Gruppengröße nie ein Problem. Zudem waren wir nicht die einzige Familie mit Kind an Bord.

Wanderung auf Padar Island

Der erste Stopp führte uns nach Padar Island. Dort erwartete uns ein schweißtreibender Aufstieg: Ungefähr 800 Stufen ging es hinauf zur wohl schönsten Aussicht der gesamten Reise. Oben angekommen, eröffnet sich ein Panorama wie aus einer anderen Welt. Da standen wir nun, komplett verschwitzt und doch völlig verzaubert.


Da unsere Tour glücklicherweise recht zeitig startete, konnten wir den großen Besucherströmen größtenteils entgehen und die Aussicht fast ungestört genießen. Auf dem Weg nach unten ließen wir uns bewusst Zeit, um dieses majestätische Bild so lange wie möglich aufzusaugen. Und auch an dieser Stelle noch einmal ein riesiges Lob an unseren kleinen Entdecker, der die Stufen tapfer, voller Ausdauer und ehrlich gesagt wesentlich entspannter als die Mama gemeistert hat!

Pink Beach und Nemo gefunden

Der nächste Stopp war der Pink Beach auf Padar Island. Durch die roten Korallen im Meer wird hier der Sand tatsächlich pink gefärbt, was einfach schön aussieht. Nach der morgendlichen Wanderung hatten wir uns eine Pause und Abkühlung im Meer mehr als verdient.


Vom Pink Beach aus steuerten wir eine kleine Sandbank zum Schnorcheln an. Der erste Eindruck war nicht besonders, doch dann entdeckte unser Sohn Nemo und seine Freunde. Er war einfach richtig abgebogen und hatte die Fische auf eigene Faust aufgespürt. Das teilte er so freudig mit, dass bald die gesamte Reisegruppe seinen Fund bestaunen kam.

Auge in Auge mit Drachen auf Komodo Island

Dann folge der Moment, auf den ich mich am meisten gefreut habe. Der Besuch bei den Komodowaranen. Doch keine Angst, man wird auf der Insel von mindestens drei Rangern begleitet, die mit speziellen Stöcken ausgestattet die Tiere im Zaum halten können. Sicherheit wird hier wirklich ganz großgeschrieben.


Wir hatten auch großes Glück und konnten insgesamt sechs Warane entdecken. Alle lagen die meiste Zeit tiefenentspannt im Schatten und ließen die Besucher sogar recht nahe heran. Einmal diese riesigen Echsen aus der Nähe betrachten zu können, war ein echtes Highlight unserer Reise. Die Ranger erzählten viel über die majestätischen Tiere und auch unser Sohn stellte interessiert viele Fragen. Wann kommt man schon mal so nah an „echte“ Drachen heran?


Auf der Insel gab es dann noch ein schmackhaftes Mittagessen und natürlich dürfen auch kleine Marktstände für das eine oder andere Souvenir nicht fehlen. Was ich hier besonders amüsant fand: Vereinzelt konnte man sogar mit Karte zahlen. Mitten im indonesischen Inselreich, an kleinen Holzständen und umringt von riesengroßen Echsen hatte ich das definitiv nicht erwartet.

Tiefsee-Strömung am Manta-Point

Frisch vom Mittagessen gestärkt ging es weiter zum Manta-Point. Das ist eine Abbruchkante im Meer, an der die Strömung viele Nährstoffe verteilt und weshalb hier die sanften Meeres-Riesen oft anzutreffen sind.

Das war, vor allem mit Kind, der wohl anstrengendste Stopp der gesamten Tour. Die Guides waren extrem erpicht darauf, uns auch wirklich Mantas zu zeigen. Sobald ein Rochen gesichtet wurde, hetzten sie die Gäste regelrecht über Bord. Mit Kind ist so ein hektischer Sprung ins kühle Nass natürlich nicht ganz so einfach, weshalb wir nicht alle drei gleichzeitig ins Wasser gesprungen sind.


Im Meer überraschte mich sofort die enorme Strömung. Dagegen anzuschwimmen war völlig aussichtslos. Man ließ sich also einfach treiben, folgte aufmerksam dem Guide und hoffte auf das Auftauchen der Rochen. Und tatsächlich: Unten am Meeresboden schwebte majestätisch ein Manta vorbei!

Die starke Strömung machte allerdings auch den Ausstieg zurück aufs Boot zu einer echten Herausforderung. Unser Sohn kichert heute noch darüber, wie er gemeinsam mit Mama an einem Seil hing und mit vereinten Kräften der Crew zurück an Bord geholt wurde. Auch hier waren wir wieder unglaublich stolz darauf, mit wie viel Mut und Vertrauen er einfach mit ins offene Meer gehüpft ist.


Zurück an Bord wunderte sich meine Frau allerdings, wo ich blieb. Durch die Strömung hatte es meine Gruppe, die wohl spontan als die „fähigste“ Truppe auserkoren wurde, extrem weit abgetrieben. „Die holen wir schon noch ab“, war die gewohnt trockene Antwort des Guides. Und wenige Minuten später saß auch ich, wenn auch etwas erschöpft, wieder wohlbehalten im Trockenen.

Ein magischer Ausklang über den Korallen

Selbst nach diesem Abenteuer wartete noch ein allerletzter Schnorchel-Stopp auf uns. Der war zum Glück wesentlich entspannter: In glasklarem, flachem Wasser ließen wir uns beinahe mühelos von einer sanften Strömung über einen riesigen Korallenteppich gleiten. Ab und zu hatte man sogar das Gefühl, den Bauch einziehen zu müssen, so nah schwebte man über den Korallen. So farbenfroh, so dicht besiedelt mit allen erdenklichen großen wie kleinen Fischen und vor allem so kristallklar hatten wir das noch nie erlebt! Hier zeigte sich wieder auf beeindruckende Art und Weise, wie wunderschön und schützenswert das Meer ist.


Und damit ging es schließlich wieder zurück zum Hafen nach Labuan Bajo. Es war ein langer, intensiver und erlebnisreicher Tag voller Abenteuer und spektakulärer Landschaften über wie unter dem Meer. Wir waren alle erschöpft und unser Sohn nutzte die sanft schaukelnde Rückfahrt auf dem Boot sogar für ein kleines Nickerchen.

Doch genau jetzt, beim Schreiben dieser Zeilen, wird mir wieder so richtig bewusst: Genau für solche Tage gehen wir auf Reisen. Das war der Augenblick, in dem wir uns alle endgültig in Indonesien verliebt haben.

Fazit

Auf Bali hatten wir schon eine richtig schöne Zeit, doch Flores und speziell der Komodo-Nationalpark haben uns regelrecht verzaubert. Angefangen beim luxuriösen AYANA Resort, bis hin zu den unvergesslichen Erlebnissen, die ich jetzt schon ausführlich genug beschrieben habe. Diese Tage werde ich nie wieder vergessen und diese Erlebnisse mit der Familie teilen zu können, genau das ist es, was das Reisen ausmacht. Strahlende Kinderaugen, ganz viel Stolz über den eigenen Mut und natürlich auch die erholsame Familienzeit in purem Luxus. Besser geht es nicht!



Im nächsten Beitrag nehmen wir euch dann mit zum letzten Stopp unserer Indonesien-Reise. Es geht auf die Insel Lombok, wo uns kalte Wasserfälle und Schildkröten erwarten.

Habt ihr auch Reise-Geschichten und Erlebnisse, die ein ähnliches Gefühl hervorgerufen haben? Wann habt ihr euch in das Reisen verliebt? Schreibt es mir unbedingt unten in die Kommentare oder direkt über Instagram!

Wenn ihr noch mehr Familienreisen entdecken möchtet, schaut auch gerne auf unserer Seite Unsere Reisen vorbei. Dort findet ihr alle bisherigen Reiseziele – von Asien über die Karibik bis zu unseren Reisen quer durch Europa.

Herzliche Grüße,
Alex & Familie

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