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Bali mit Kind – Traumhafte Reisterrassen & Leben im Dschungel-Resort


Nach drei spannenden Tagen in Singapur (hier geht es zum Beitrag) war der Jetlag schon überstanden und es ging weiter nach Indonesien. Dort erwartete uns die erste Insel unserer Reise: Bali, die wohl bekannteste und touristisch am meisten erschlossene Insel des Landes. Ja, es konnte voll werden und gerade der Verkehr hat uns überrascht. Aber Bali zeigte sich auch besonders farbenfroh, landschaftlich beeindruckend und war der perfekte Start in unser Indonesien-Abenteuer.

Unterkunft: Arkamara Dijiwa Ubud

Wir haben uns bewusst für eine Unterkunft bei Ubud, mitten im Herzen der Insel entschieden. Die Strände im Süden sollen mittlerweile recht überlaufen sein und da spätere Stopps unserer Reise sowieso am Strand geplant waren, wollten wir lieber direkt ins kulturelle Zentrum.

Als wir während der Planung an Bali dachten, hatten wir auch sofort das Bild einer eigenen Villa mit Pool vor den Augen. So fiel die Wahl der Unterkunft auf das Arkamara Dijiwa Ubud Hotel. Das lag etwas abgelegen, mitten im Dschungel, wunderschön von viel Grün umrahmt und das Highlight war unsere eigene kleine Poolvilla. Gerade mit Kind war das richtig genial. Das Hotel selbst machte einen sehr ruhigen Eindruck. Da kann ein Wildfang im Pool schon als störend angesehen werden. Aber nicht, wenn man seinen ganz eigenen Pool zum Toben und Spritzen hat. Das war für uns als Familie perfekt!


Die Villa war an sich auch wunderschön, großzügig ausgestattet und mit diesem typischen balinesischen Flair, inklusive Dusche und Badezimmer im Freien. Es gab auch eine kleine Küchenzeile, aber die war leider nur spärlich ausgestattet, sodass wir den eigentlichen Plan, ab und zu selbst zu Kochen, nicht umsetzen konnten.

Dafür war auch das Essen im Hotel-Restaurant viel zu gut. Wir hatten inklusive Frühstück gebucht und waren hier jeden Morgen immer wieder neu begeistert. Auch das Abendessen konnte vollends überzeugen, auch wenn die Preise im Hotel verhältnismäßig hoch waren. Zum Glück konnten wir einfach mit dem kostenlosen Shuttle ca. 30 Minuten ins Zentrum von Ubud fahren und dort günstiger richtig gut Essen gehen.


Insgesamt war das Arkamara Dijiwa Ubud ein Volltreffer! Dank Poolvilla privat und isoliert genug für uns als Familie mit Wildfang. Optisch wunderschön im balinesischen Dschungel eingebettet. Und mit einem fantastischen kulinarischen Angebot und superfreundlichem Service. Super! Unsere Woche auf Bali verging dort wie im Flug.

Freche Affen, bunte Tempel und volle Märkte

Wie bereits erwähnt konnten wir vom Hotel aus kostenlos mit dem Shuttle in das Zentrum von Ubud. Das nutzten wir einige Male, um die Stadt zu erkunden.

Monkey Forest Ubud

Ein Highlight in Ubud ist natürlich der Monkey Forest. Den erreichten wir vom Zentrum aus zu Fuß in ca. 20 Minuten. Bei diesem kleinen Spaziergang konnten wir auch gleich die Atmosphäre in der Stadt etwas aufsaugen. Der Wald selbst bietet gut ausgebaute Wege, viel Schatten und natürlich jede Menge, in unserem Fall, friedliche Affen zum Bestaunen. Nach unseren Erfahrungen in Thailand (hier mehr dazu) hatten wir einen gesunden Respekt vor den Tieren, die sich aber immer brav benommen haben. Wir konnten nur beobachten, wie einem anderen Besucher die Wasserflasche gestohlen wurde.


So schlenderten wir in Ruhe durch den Wald, beobachteten und fotografierten die Affen und ruhten uns im Schatten etwas aus. Gerade für unseren Sohn war es wieder spannend den Tieren so nahe zu kommen.

Saraswati Tempel

Unser Lieblingsort in Ubud war im Nachhinein aber der Saraswati Wassertempel. Der ist nicht besonders groß, aber wunderschön. Am Eingang bekommt jeder Besucher einen traditionellen lilafarbenen Sarong und in dieser Montur fühlt sich der Besuch gleich ganz anders an. Man darf nur nicht darüber nachdenken, wie viele andere Besucher zuvor schon darin geschwitzt haben.


So schön gekleidet schlenderten wir also durch den farbenfrohen Tempel, hüpften über die Seerosen im Teich und ließen die Wasserspiele auf uns wirken. Die Atmosphäre war einfach fantastisch und unser Sohn spricht selbst heute noch ganz begeistert von diesem Wassertempel.

Ubud Palace

Nicht weit vom Saraswati entfernt liegt der Ubud Palace. Hier finden am Abend immer die balinesischen Tänze statt. Tagsüber kann der Bereich kostenlos besucht werden. Der frei zugängliche Bereich ist zwar nicht sehr groß, dennoch waren die begehbaren Wege wunderschön anzusehen und definitiv einen Besuch wert. Wir konnten sogar beobachten, wie einige Tänzer für die abendliche Show geübt haben. Für einen kleiner Abstecher lohnt sich der Besuch definitiv.

Märkte

Ubud ist außerdem bekannt für seinen vielen Märkte, auf denen handwerkliche Güter und Souvenirs gekauft werden können. Wenn man schon öfter in Asien unterwegs war, ist das Angebot nicht besonders spektakulär oder einzigartig. Es macht trotzdem immer wieder Spaß durch die Stände zu schlendern und hier und da eine Kleinigkeit für zu Hause einzupacken. Auch das Handeln gehört natürlich mit dazu. Mit einer gewissen Erfahrung kann man da die Preise ordentlich reduzieren und dabei sogar ein anerkennendes Lächeln von den Verkäufern bekommen. „Ihr macht das nicht zum ersten Mal“ war so eine Reaktion, die man öfters zu hören bekommt. Also lasst euch nicht über den Tisch ziehen, seid mutig und verhandelt. Das gehört einfach mit dazu!

Inselrundfahrt

Neben unseren Ausflügen in das Zentrum von Ubud haben wir außerdem eine private Inselrundfahrt gebucht. Mit Fahrer und Tourguide konnte wir selbst die Route bestimmen und einige Ziele im Norden und Osten der Insel besuchen.

Tegalalang Reisterrassen

Wenn man schon auf Bali ist, gehören Reisterrassen einfach mit dazu. Auf unserem Weg in den Norden konnten wir bei den Feldern in Tegalalang anhalten. Auch wenn unser Sohn für die typischen Schaukeln noch zu jung war, hat sich der Stopp sehr gelohnt. Wir spazierten durch die Felder und bestaunten die beeindruckende Aussicht über die Terrassen. Landschaftlich gehören die Tegalalang Reisterrassen eindeutig zu den schönsten Landschaften, die wir bisher besucht haben.

Tirta Empul Wassertempel

Der nächste Stopp war am Tirta Empul Wassertempel. Der ist vor allem für seine großen Wasserbecken bekannt, in denen sich Besucher „reinigen“ lassen können. Auf das Bad haben wir verzichtet und sind einfach durch die schöne Tempelanlage geschlendert. Unser Sohn nutzte auch gleich die Gelegenheit um die Fische im Tempel zu füttern.

Tee-Plantage

Den Stopp auf einer Tee-Plantage hatte unser Tour-Guide vorgeschlagen und stelle sich im Nachhinein als eine fantastische Idee heraus. Er führte uns durch dicht bewachsene Felder, wo wir frische Früchte direkt vom Baum probieren und an frischer Rinde vom Zimtbaum schnuppern konnten. Zum Schluss wurde uns ein Tablett mit dutzenden Tee- und Kaffeesorten präsentiert, die wir natürlich alle probieren mussten. Unser Sohn durfte auch beim Rösten der Kaffebohnen helfen und sogar einen Flughund füttern, der sich gerade an einem Baum ausruhte.


Natürlich verließen wir die Plantage mit einer gut gefüllten Tüte voller Tee und Kaffee für die gesamte Familie.

Kintamani (Mt. Batur)

Danach ging es weiter in den Norden, nach Kintamani. Der Ort liegt direkt am Fuß des Vulkans Mt. Batur. Wir genossen dort ein spätes Mittagessen mit Panorama-Blick auf den Vulkan. Für einen Aufstieg ist unser Sohn noch zu jung, weshalb wir mit der schönen Aussicht zufrieden waren. Das Wetter war so gut, dass wir sogar den zweiten Vulkan, Mt. Agung, bestaunen konnten. Das Essen war lecker und die Aussicht einmalig!

Kanto Lampo Wasserfall

Unser letzter Stopp war der Kanto Lampo Wasserfall. Leider hatten wir nur für unseren Sohn Badesachen eingepackt. Da waren wir nicht gut vorbereitet, denn allein konnte auch er das kalte Wasser nicht richtig genießen. Er traute sich kurz unter die kalte Dusche, ein Badestopp wurde es nicht. Trotzdem war der Wasserfall landschaftlich beeindruckend und die kleine Wanderung rund um den Fluss waren auch ohne Badeeinheit definitiv den Besuch wert. Auch wenn der finale Aufstieg zurück zum Auto sehr anstrengend war.


Auch wenn Bali keine große Insel ist und viele unsere Stopps gar nicht so weit entfernt voneinander lagen, waren wir zu diesem Zeitpunkt doch schon den ganzen Tag unterwegs und sind nach dem Wasserfall zurück zum Hotel. Gerade der Verkehr, der definitiv die Kapazitäten der balinesischen Straßen übersteigt, macht Wege länger und so vergeht auf so einer Inselrundfahrt mehr Zeit als man anfangs denkt. Trotzdem hatten wir mit der privaten Tour die richtige Wahl getroffen, weil wie so ganz individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse unseres Sohns eingehen und das Tempo frei bestimmen. Für uns als Familie war das ideal.

Wanderung am Campuhan Ridge Walk

Der letzte Ausflug führte uns zu einer Wanderung über den Campuhan Ridge Walk. Das hatte ich irgendwo als Tipp gelesen und da wir nicht nur im Hotel herumliegen wollten, wurde das unser letztes Ziel. Am Ende waren wir ein wenig enttäuscht. Der versprochene schöne Blick ins Tal ist mittlerweile durch den Wald verdeckt. So läuft man über einen gut ausgebauten Wanderweg, sieht links und rechts viel grün, viele Schmetterlinge und Vögel, aber vom Tal ist nicht viel zu sehen. Es war auch recht warm, sodass wir ordentlich ins Schwitzen kamen. Wirklich weiterempfehlen können wir den Campuhan Ridge Walk nach unseren Erfahrungen nicht. Aber hey, so kamen wir noch einmal raus und konnten uns ein wenig sportlich betätigen. Das Eis aus dem M-Markt zur Belohnung hat da gleich viel besser geschmeckt!

Fazit

Bali hat meine Vorurteile der überlaufenen Influencer- und Touristen-Insel zum Teil definitiv bestätigt. Die Straßen sind voll und man kommt nur sehr langsam vorwärts. In touristischen Zentren wie Ubud ist der Einfluss nicht zu übersehen. Aber der große Besucherstrom hat auch seine Gründe. Bali ist wunderschön, landschaftlich beeindruckend und kulturell unglaublich dicht und farbenfroh. Die bunten Tempel, das fantastische Essen und die freundlichen Menschen haben uns verzaubert. Wir hatten eine hervorragende Unterkunft, tolle Erlebnisse und einen richtig guten ersten Stopp auf unserer Indonesien-Reise.



Im nächsten Beitrag nehmen wir euch mit auf die nächste indonesische Instel, nach Flores. Wir berichten von luxuriösen Resorts, zauberhaften Unterwasserwelten und unseren Besuch bei den Drachen.

Wart ihr selbst schon auf Bali oder plant gerade eure erste Reise mit Kind dorthin? Welcher Ort hat euch am meisten verzaubert oder habt ihr Fragen zur Route? Schreibt es mir unbedingt unten in die Kommentare oder direkt über Instagram!

Wenn ihr noch mehr Familienreisen entdecken möchtet, schaut auch gerne auf unserer Seite Unsere Reisen vorbei. Dort findet ihr alle bisherigen Reiseziele – von Asien über die Karibik bis zu unseren Reisen quer durch Europa.

Herzliche Grüße,
Alex & Familie

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