Unser Indonesien-Abenteuer startete mit einem kurzen Zwischenstopp in Singapur. Wir waren schon zwei Jahre zuvor (in 2024) für ein paar Tage in der Stadt (zum Beitrag) und hatten für unseren zweiten Besuch bereits ganz klare Ziele. Aufgrund des Wetters konnten wir vor zwei Jahren nicht alle Sehenswürdigkeiten besuchen. Wir hatten also noch etwas nachzuholen. Außerdem sollte die moderne, gut organisierte Stadt unser Anker zum Überwinden des Jetlags werden. Konnten wir die „offenen Rechnungen“ mit der Metropole klären und bequem in Asien ankommen? Das erzählen wir euch in diesem Reisebericht.
Unsere Unterkunft: Grand Park City Hall
Insgesamt drei Nächte verbrachten wir im Grand Park City Hall. Das Hotel liegt sehr zentral, umgeben von Shopping Malls und in der Nähe der City Hall Metro Station. Das Zimmer hatte eine angenehme Größe und war topmodern eingerichtet. Unser Sohn hatte viel Spaß an der Glaswand, durch die er bis zur Toilette hindurchschauen konnte.
Auch der große Pool war ein schöner Bonus, vor allem wenn man nach einem anstrengenden und warmen Tag in der Stadt einfach nochmal schnell herunterkühlen und sich ausruhen möchte.
Beim Frühstück gab es einen schönen Mix aus typischen asiatischen, warmen Gerichten und westlichen Angeboten, frischen Obst und Säften. Es war immer lecker, genug Auswahl (auch für Kinder) und nie zu voll.
Wir hatten bei der Unterkunft absolut gar nichts auszusetzen. Vor allem die zentrale Lage war der ideale Ausgangpunkt für unsere Touren.
Tag 1: offene Rechnungen und eiskalte Museen
Unser Flug kam erst am Nachmittag in Singapur an, sodass wir die Ankunft nur für einen ersten Sprung in den Pool und ein leckeres Abendessen in der Mall nebenan nutzten.
Schon die erste Nacht konnten wir erstaunlich gut unseren Jetlag überwinden. Natürlich wurden wir alle in der Nacht kurz munter und unsere Körper spürten den Wechsel der Zeitzonen, trotzdem konnten wir mit ausreichend Energie in den Tag starten. Und was hilft am besten gegen den Jetlag? Bewegen und gar nicht weiter darüber nachdenken!
Unser erster Weg führte uns vom Hotel aus zu Fuß zu den Supertrees im Gardens by the Bay. Schon der Spaziergang mit Blick auf das ikonische Marina Bay Sands Hotel und über die Helix Bridge war ein schöner Einstieg. An diesem Morgen war es recht bewölkt und daher auch die Temperaturen in einem angenehmen Bereich.
OCBC Skyway
Vor zwei Jahren konnten wir den OCBC Skyway aufgrund des Regens nicht betreten und das sollte nun nachgeholt werden. Das Wetter war uns im Jahr 2026 deutlich wohler gestimmt und wir konnten den Weg zwischen den Supertrees betreten. Auf 22 Meter Höhe konnten wir auf dem 128 Meter langen Weg die Aussicht und vor allem die gigantischen Supertrees genießen. Ich muss an dieser Stelle aber ehrlich sein: Der Weg ist kurz. Nach 15 bis maximal 20 Minuten hat man alles gesehen und dafür ist der Preis doch etwas zu hoch.
The Museum of Ice Cream
Unser erster voller Tag in Singapur fiel auf den ersten Juni, also dem internationalen Kindertag. Schon zu Hause hatten wir unserem Sohn versprochen, dass er dann über das Tagesprogramm entscheiden darf. Also durfte natürlich ein ordnungsgemäßes Mittagsessen bei McDonalds nicht fehlen. Das eigentliche Highlight des Tages folgte danach. Er wollte sich das The Museum of Ice Cream anschauen.
Das Museum liegt etwas außerhalb und wir nutzten die Metro um so nah wie möglich heranzukommen und spazierten den restlichen Weg. Mittlerweile hatte sich auch die Sonne durch die Wolken gekämpft und wir kamen unterwegs schon ordentlich ins Schwitzen.
Zum Glück wartete eine eiskalte Erfrischung auf uns. Das Museum of Ice Cream widmet sich voll und ganz dem süßen Dessert. Das Beste daran, man kann im Museum so viel Eis essen, wie in den Bauch passt. An insgesamt fünf verschiedenen Stationen gibt es ganz unterschiedliche Eisvarianten zum Ausprobieren und Schlemmen. Natürlich mussten wir das ausgiebig in Anspruch nehmen. Zwischen den Eisstationen findet man kleine Infostände zur Herstellung und Trivia rund um den kalten Snack und jede Menge Spielstationen und interaktive Installationen.
Das absolute Highlight ist dabei natürlich das große Streuselbad am Ende des Rundgangs. Hier sind wir alle, mit bereits vollen Mägen, in die rosaroten Streusel gesprungen und haben einfach ein wenig die überschüssige Energie durch zu viel Zucker wieder abgebaut.
Wie fast überall in Singapur ist auch beim Museum of Ice Cream der Eintrittspreis nicht gerade günstig. Für uns als Familie hat es sich aber definitiv gelohnt. Vor allem unser Sohn schwärmt heute noch.
Tag 2: kunterbunte High-Tech-Ausstellungen und leuchtende Bäume
Auch den zweiten Tag starteten wir mit einem Spaziergang. Wir wollten vom Hotel aus zum Merlion und von dort aus weiter zum ArtScience Museum laufen. Doch die Sonne brannte deutlich erbarmungsloser als noch am Tag zuvor vom Himmel. Wir erreichten zwar noch die Merlion-Statue, waren dann aber schon so überhitzt, dass wir kurzentschlossen via Grab-App ein Taxi zum Museum gerufen haben und uns das lange Spazierengehen für den restlichen Tag lieber gespart haben.
Schon das Gebäude des ArtScience Museums ist ein Highlight für sich. Die Seerose, die unter dem Marina Bay Sands Hotel steht, ist schon ein echter Hingucker. Darin haben wir zwei Ausstellungen besucht.
“Flesh and Bones” im ArtScience Museum
Die erste trägt den Namen „Flesh and Bones“ und sie widmet sich ganz dem menschlichen Körper. Sie ist nicht unbedingt für Familien und Kinder ausgelegt. Unser Sohn fand es trotzdem spannend. Ausgerechnet der Raum in dem echte menschliche Organe und sogar ein „gehäuteter Schädel“ ausgestellt sind, fand er am interessantesten. Wann kann man sich schon mal ein echtes Herz oder die Gesichtsmuskeln im Detail anschauen? Unser Sohn ist da aber auch hart im Nehmen und nicht sehr empfindlich.
„teamLab Future World“ im ArtScience Museum
Ein absoluter Volltreffer für Familien ist dagegen die teamLab Future World Ausstellung. Schon in Tokio konnten wir eine teamLab Ausstellung besuchen (mehr dazu in diesem Beitrag) und auch diese hier hat uns begeistert. Bunt, digital, super immersiv und interaktiv. Das Highlight sind die Stationen, an denen selbst ausgemalte Bilder eingescannt und auf den riesigen Bildschirmen zum Leben erweckt werden. Wenn da plötzlich die eigene Schildkröte herumschwimmt, ist das einfach magisch.
Unser Tipp für Familien, überspringt ruhig „Flesh and Bones“ aber lasst euch „Future World“ auf gar keinen Fall entgehen!
Garden Rhapsody
Vor zwei Jahren war unser Sohn erst drei Jahre alt und daher nach einem langen Tag Sightseeing am Abend zu müde, um die abendliche Garden Rhapsody zu besuchen. Jetzt, mit einem fünfjährigen Jungen, der nur so vor Energie strotzt, stand dem nichts mehr im Weg.
Nach den Museumbesuchen am Vormittag kühlten wir uns ein wenig im Hotelpool herunter, genossen ein leckeres Abendessen und machten uns dann mit der Metro nochmal auf den Weg zu den Supertrees.
Jeden Abend um 19:45 Uhr und 20:45 Uhr findet die Licht- und Musikshow unter den künstlichen Riesenbäumen statt. Wir hatten uns für die frühere Show entschieden und einen guten Sitzplatz direkt unter den Bäumen ergattert. Die Show war beeindruckend. Zu sehen wie die Supertrees synchron zur Musik in allen Farben leuchten und blinken, war einfach schön.
Fazit
Und damit endete auch schon wieder unser kurzer Zwischenstopp in Singapur. Am Mittag flogen wir weiter nach Indonesien, sodass wir gleich nach dem Frühstück entspannt zum Flughafen aufbrachen. Der Flughafen in Singapur ist eine Sehenswürdigkeit für sich, aber darüber habe ich im ersten Singapur-Beitrag schon berichtet.
Wie bei unserem ersten Besuch hat uns Singapur wieder voll überzeugt. Sauber, top organisiert und für Touristen ganz einfach um von A nach B zu kommen. Das Essen ist super lecker. Und es gibt so viel zu sehen und zu erleben, dass man nach zwei Tagen die Zeitverschiebung einfach schon wieder vergessen hat.
Die drei Tage in Singapur waren der perfekte Einstieg in unser neues Abenteuer und wir konnten voller Energie und mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen weiter in den Süden reisen.
Was wir auf Bali, unserem ersten Ziel in Indonesien, erlebt haben, darüber berichten wir dann im nächsten Beitrag. Darin schreiben wir über tierische Begegnungen, farbenfrohe Tempel und unserem Familienparadies mitten im Dschungel.
Wenn ihr noch mehr Familienreisen entdecken möchtet, schaut auch gerne auf unserer Seite „Unsere Reisen“ vorbei. Dort findet ihr alle bisherigen Reiseziele – von Asien über die Karibik bis zu unseren Reisen quer durch Europa.
Herzliche Grüße,
Alex & Familie
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