Diese Reise nach Kuba war für mich eine ganz besondere. Ich bin Halb-Kubaner, mein Vater stammt von dort, und als Baby habe ich sogar eine Zeit lang auf der Insel gelebt, auch wenn ich daran natürlich keine eigenen Erinnerungen mehr habe. Umso lebendiger sind die Erinnerungen aus meiner Kindheit: an Besuche bei meiner Oma, an meine Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen, an staubige Wege durch die kubanische Pampa und an viele kleine Abenteuer, die sich tief eingeprägt haben.
Früher waren wir mindestens alle zwei Jahre dort, um die Familie zu besuchen. Kuba war immer ein fester Teil meines Lebens. Auch wenn die Familie vor Ort durch Auswanderung und traurige Abschiede (meine Oma lebt inzwischen leider nicht mehr) kleiner geworden ist, ist meine Verbundenheit zum Land bis heute sehr stark.
Zum vorletzten Mal waren wir 2018 dort, in unseren Flitterwochen. Danach wurde es erst einmal schwierig. Kuba ist kein ganz einfaches Reiseziel, vor allem nicht mit einem kleinen Kind. Deshalb haben wir gewartet.
2025, mit unserem vierjährigen Sohn, haben wir uns das erste Mal wieder „getraut“. Mir war es einfach wichtig, ihm einen Teil seiner eigenen Wurzeln zu zeigen.
Unsere Reise dauerte zwei Wochen. Für einen sanften Einstieg haben wir die erste Woche in einem Hotel in Varadero verbracht, bevor es in der zweiten Woche nach Havanna ging, wo wir gemeinsam mit meinen Eltern in ihrer Wohnung gewohnt haben.
Der erste Teil unserer Reise war also bewusst etwas entspannter geplant: Sonne, Strand und ein bisschen „Kuba light“.
Unser Hotel: Iberostar Selection Varadero
Unser Hotel war das Iberostar Selection Varadero. Und damit kommen wir direkt zu einem Punkt, der bei Kuba-Reisen oft diskutiert wird.
Kuba ist nicht gerade günstig, und gleichzeitig erreichen viele Hotels nicht den Standard, den man in anderen Ländern für vergleichbare Preise erwarten würde. Das sollte man bei der Planung im Hinterkopf behalten.
Umso positiver waren wir vom Iberostar überrascht. Die Anlage war sauber, gepflegt und ordentlich ausgestattet, nicht luxuriös, aber absolut angenehm. Vor allem liegt das Hotel an einem der schönsten Strände der Welt. Das türkisfarbene Wasser und der feine, helle Sand sind genau so, wie man sich die Karibik vorstellt.
Natürlich merkt man an einigen Stellen die Situation im Land. Beim Buffet, bei Snacks oder an der Bar ist das Angebot nicht so umfangreich wie in anderen Urlaubsländern. Aber das Team hat sich immer große Mühe gegeben, alles schön zu präsentieren und abwechslungsreich zu gestalten. Das Essen war lecker, und wir waren insgesamt wirklich zufrieden.
Auch unser Sohn hat immer problemlos etwas gefunden, das ihm geschmeckt hat.
Entspannen, baden und einfach Urlaub machen
Der Fokus dieser Woche lag ganz klar auf Erholung. Strand, Pool und Sonne. Mehr brauchten wir eigentlich nicht.
Unser Sohn hat besonders den kleinen Splash-Pool mit den Wasserrutschen geliebt, wo er sich jeden Tag austoben konnte. Rund um den Pool lief oft Musik, es gab kleine Aktionen vom Animationsteam und gelegentlich besondere Momente wie ein Barbecue direkt am Strand.
Und überall dieser typische kubanische Charme: Musik, Freundlichkeit und eine entspannte Atmosphäre, die einfach zum Land gehört.
Zwei kleine Ausflüge in Varadero
Ganz ohne Ausflüge ging es dann aber doch nicht. Zwei kleine Touren haben wir während der Woche gemacht, um auch ein bisschen etwas von Varadero selbst zu sehen.
Für den ersten Ausflug sind wir mit dem typischen roten Doppeldeckerbus ins Zentrum von Varadero gefahren. Die Busse fahren entlang der ganzen Halbinsel und sind eine entspannte Möglichkeit, sich einen Eindruck vom Ort zu verschaffen. Schon die Fahrt selbst war für unseren Sohn ein kleines Highlight. Oben im offenen Deck zu sitzen, den Wind zu spüren und unterwegs immer wieder etwas Neues zu entdecken.
Im Zentrum sind wir dann ein wenig über die Märkte geschlendert. Dort gibt es viele kleine Stände mit Handarbeiten, Kunst und Souvenirs. Von geschnitzten Holzfiguren über bunte Gemälde bis zu Rumflaschen in allen möglichen Formen ist alles dabei. Auch für unseren Sohn gab es viel Spannendes zu entdecken. Gerade die vielen Farben, Figuren und ungewöhnlichen Gegenstände haben seine Aufmerksamkeit immer wieder angezogen.
Der zweite Ausflug führte uns in das Delfinarium von Varadero. Die Delfin-Show war wirklich beeindruckend und hat nicht nur unseren Sohn begeistert. Die Tiere sind unglaublich elegant im Wasser, und es ist faszinierend zu sehen, wie sie mit den Trainern zusammenarbeiten. Besonders schön war, dass unser Sohn den Delfinen auch ganz nah kommen konnte. Ein Moment, der ihm sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Unser Fazit zu Varadero
Wir kennen Kuba gut und wissen, wie schwierig vieles im Alltag auf der Insel sein kann. Gerade deshalb waren wir am Ende positiv überrascht, wie wenig man davon im Hotelalltag gespürt hat.
Natürlich ist Kuba kein günstiges Reiseziel mehr, und man muss für ein gutes Hotel inzwischen etwas tiefer ins Portemonnaie greifen. Aber wenn man das tut, bekommt man hier immer noch das, wofür man in die Karibik reist: einen traumhaften Strand, viel Sonne, entspannte Tage am Pool und diesen besonderen kubanischen Charme.
Für uns war Varadero damit genau der richtige Einstieg in unsere Reise, eine Woche zum Ankommen, Durchatmen und Genießen, bevor es danach weiter nach Havanna ging.
Habt ihr schon einmal Urlaub auf Kuba gemacht oder würdet ihr euch eher für einen klassischen Karibikurlaub in einem anderen Land entscheiden? Schreibt es gerne in die Kommentare oder auf Instagram. Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen.
Im nächsten Beitrag geht es dann weiter mit dem zweiten Teil unserer Reise: eine Woche im „echten“ Kuba, in Havanna. Dort haben wir gemeinsam mit meinen Eltern in ihrer Wohnung gewohnt und den Alltag der Stadt erlebt.
Wenn ihr noch mehr Reiseziele von uns entdecken möchtet, schaut auch gerne auf unserer Seite „Unsere Reisen“ vorbei. Dort findet ihr eine Übersicht über alle bisherigen Ziele – von Asien über die Kanaren bis zu unseren Familienreisen quer durch Europa.
Herzliche Grüße,
Alex & Familie

Sehr schön beschrieben Alex, ich bin gespannt was noch kommt.
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