Manchmal lohnt es sich, einen Schritt zurückzugehen. Auch wenn wir inzwischen Fernreisen durch Asien, Formel-1-Wochenenden und große Städte mit Kind erlebt haben, alles begann mit einer ganz leisen, einfachen Reise.
Im Juli 2021, mitten im ersten Jahr als frischgebackene Eltern, ging es für uns nach Kreta. Unser Sohn war gerade einmal ein halbes Jahr alt. Kein Sightseeing, kein Programm. Nur Sonne, Wärme und Zeit füreinander.
Unterkunft: COOEE Aelius Hotel & Spa
Wir haben 8 Nächte im COOEE Aelius Hotel & Spa verbracht. Das Hotel ist zweigeteilt: ein älterer Bereich, der sichtbar in die Jahre gekommen ist, und ein neu gebauter COOEE-Bereich, der modern, ruhig und wirklich sehr schön ist.
Wir hatten bewusst ein neues Zimmer gebucht, wurden beim Check-in aber zunächst im alten Teil untergebracht. Nach kurzer, aber bestimmter Rückmeldung konnten wir noch am selben Tag in den neuen Bereich wechseln und ab da war alles genau so, wie wir es uns erhofft hatten. Modernes Zimmer, sauber, ruhig, perfekt für einen Urlaub mit Baby.
Das Hotel hat keinen direkten Strandzugang. Zum Strand läuft man etwa 15 Minuten, dort mussten Liegen gemietet werden. Nicht ideal, aber für uns absolut okay. Der Spaziergang war sogar ganz angenehm, auch wenn der Rückweg mit Kinderwagen bergauf ging und durchaus sportlich war.
Unser Urlaub auf Kreta – bewusst langsam
Dieser Urlaub war kein Sightseeing-Trip. Und genau das war der Plan. Unsere Tage bestanden aus Pool, Strand, Sonne und Erholung. Mehr brauchten wir nicht.
Ein ganz besonderer Moment war für uns, unserem Sohn zum ersten Mal das Meer zu zeigen. Warmer Sand unter den Füßen, das Rauschen der Wellen, das salzige Wasser, alles war neu für ihn. Anfangs war er noch skeptisch, zog die Beine an, sobald das Wasser sie berührte, und beobachtete das Meer lieber aus sicherer Entfernung. Doch nach wenigen Minuten wich die Vorsicht purer Neugier. Die kleinen Wellen wurden spannend, das Planschen machte Spaß und plötzlich wollte er gar nicht mehr aus dem Wasser raus. Dieser Moment, dieses erste gemeinsame Erlebnis am Meer, hat sich tief eingebrannt und gehört bis heute zu unseren liebsten Reiseerinnerungen.
Das Hotel war sehr familienfreundlich: Babyschaukeln, kleine Spielplätze, kurze Wege. Unser Sohn konnte überall dabei sein. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns ein kleiner Schwimmring mit Dach in Entenform, den wir ihm gekauft hatten. Er lag darin im Pool, strampelte begeistert mit den Beinen, strahlte andere Gäste an und wir kamen mit so vielen Menschen ins Gespräch. Diese Leichtigkeit, dieses einfache Glück, war unbezahlbar.
Ein weiteres Bild, das mir immer sofort in den Kopf kommt: Mittagsschlaf in der Hängematte, unser Sohn auf meinem oder dem Bauch meiner Frau, leises Meeresrauschen im Hintergrund. Mehr Urlaub geht kaum.
Essen & Verpflegung mit Baby
All-Inclusive war für uns in dieser Phase ein echter Segen. Nicht, weil wir Luxus suchten, sondern weil es Entlastung bedeutete.
Unser Sohn bekam zu der Zeit noch viel Brei und begann gerade erst mit fester Nahrung. Mit dem Wasserkocher auf dem Zimmer konnten wir problemlos Babynahrung zubereiten. Am Buffet haben wir ihm kleine Obststücke oder weiche Lebensmittel hingelegt und ihm beim Entdecken neuer Geschmäcker zugesehen.
Baby-Nahrung und Windeln konnten wir unkompliziert im nahegelegenen Supermarkt kaufen, alles völlig stressfrei.
Fliegen mit Baby – weniger schlimm als gedacht
Eine unserer größten Sorgen vor der Reise war der Flug. Im Nachhinein können wir sagen: Fliegen mit Baby war einfacher als mit Kleinkind.
Wir hatten bewusst einen Flug zur Mittagszeit gebucht, passend zu seinem Schlafrhythmus und er hat tatsächlich fast den gesamten Flug verschlafen. Kein Weinen, keine Panik, keine Probleme mit dem Druck auf den Ohren.
Heute, ein paar Jahre später, ist Fliegen deutlich anstrengender: weniger Schlaf, mehr Beschäftigung, schneller Langeweile. Damals war es überraschend entspannt.
Für uns Eltern – eine dringend benötigte Pause
Was wir damals vielleicht unterschätzt haben: Wie sehr dieser Urlaub auch uns als Eltern geholfen hat. Raus aus dem neuen, oft sehr intensiven Alltag mit Baby. Rein in die Sonne. Kraft tanken.
All-Inclusive bedeutete für uns nicht Überfluss, sondern Ruhe im Kopf: nicht ständig ans Essen denken, kein Einkaufen, kein Aufräumen. Die Zimmer wurden sauber gemacht, wir mussten uns um fast nichts kümmern. Dieser Tapetenwechsel hat uns geholfen, wieder ein Stück bei uns selbst anzukommen und genau das macht am Ende auch den Familienalltag entspannter.
Fazit: Ein perfekter Start ins Reisen mit Kind
Kreta war für uns der perfekte Einstieg ins Reisen als Familie. Warm, unkompliziert, entschleunigt.
Und irgendwie auch besonders, weil wir nur wenige Monate zuvor noch mit Babybauch genau hier unterwegs waren und plötzlich zu dritt am Strand saßen.
Diese Reise hat uns gezeigt: Reisen mit Baby ist möglich. Anders, langsamer, leiser, aber unglaublich wertvoll.
Hast du Fragen oder brauchst noch weitere Tipps rund ums Reisen mit Baby oder Kleinkind? Dann schreib uns gern in die Kommentare oder auf Instagram. Der nächste Rückblick kommt bestimmt.
Herzliche Grüße,
Alex & Familie
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